Cha Nala

... under the Milkyway

ChaNala Suche

ChaNala Facebook

Versorgung

Die Versorgung auf der Chanala

Wir möchten Dir hier einen Einblick geben über unsere Versorgung in den  Bereichen: Strom / Wasser / Nahrung

wie das Leben auf der Chanala aussieht, möchten wir Dir etwas in Wort und Bild nahe bringen. Natürlich entwickeln sich Dinge weiter und wir aktualisieren die Seite hier ab und an, denn Ziele, Wünsche und Visionen setzen wir Schritt für Schritt um und damit verändern sich die Dinge, die heute so sind, auf morgen eben anders. Unser Anspruch ist es nicht, einem Profi in diesem Bereich die Welt des Solars zu erklären, denn das können wir nicht und das wissen wir auch, wir möchten erklären, wie der Ist-Zustand hier auf der Finca ist, welche Gegebenheiten vorliegen und auch ein wenig mitteilen, wie die Zukunftsplanung aussieht.

Strom:

es gibt Strom hier bei uns, auch wenn wir ausserhalb eines Dorfes leben, auf dem Campo (Land) und weit und breit kein Strommast zu sehen ist, geschweige denn Strom unter der Erde lang läuft. Wir versorgen uns mit Solarstrom, haben eine kleine Photovoltaikanlage, die als Inselanlage betrieben wird. Angefangen hat es mit einem bestehenden System, welches auf dem Dach des kleinen Steinhauses installiert war. Eine 12 V 65 Ah Autobatterie war vorhanden, die aber direkt ausgetauscht werden musste, da diese defekt war, eine 170 Watt Solarpanele befand sich auf dem Dach (auch aktuell) und ein kleiner Laderegler (30A), der sich im selben Raum wie die Batterie befindet. Das Ganze "System" ist miteinander verbunden, der Wechselrichter ist die Kontrollstation, hier wird die Solarpanele, die die Sonnenenergie als Gleichstrom ins System speist, mit der Batterie verbunden, die diesen Strom speichert und ebenso ins Haus geleitet, dort wird der Gleichstrom als Energiequelle für die meisten Verbraucher genutzt. Um die Verteilung zu organisieren, haben wir einen kleinen Stromverteiler, da mehrere Leitungen durch das Haus gezogen sind. Alles auf 12 V wohlgemerkt. Das heisst für die Nutzung, dass alle Verbraucher auf 12 V laufen müssen. Das gesamte Licht im Haus läuft auf 12 V, teilweise mit 12 V Röhrenlampen, die ca. 3 Watt Strom verbrauchen, aber auch mit 12 V LEDs, die ebenfalls zwischen 1 und 3 Watt verbrauchen, aber auch die Steckdosen laufen auf 12 V, es handelt sich nicht um Standardsteckdosen aus einem normalen Haushalt, sondern um die handelsüblichen KFZ-Steckdosen/Bordsteckdosen die man im Auto/ im Wohnwagen/ oder auf einem Boot vorfindet. Das bedeutet, dass wir im Haus überall Strom haben, aber keinen Wechselstrom (220 V), wie er aus der Steckdose in einem Haus in der Stadt kommt, sondern auf 12 V Gleichstrom. Mit diesen Gegebenheiten im Haus sind wir sehr zufrieden. Wir können damit unser Handy laden, Licht in jedem Raum ist vorhanden, auch Leselampen sind eingebaut. Das System ist vergleichbar mit dem eines Wohnmobils auf 12 V. Mit Hilfe eines kleinen Wechselrichters ist es auch möglich Geräte die auf 220 V laufen zu nutzen. Je nach Verbrauch des Gerätes schafft auch die Batterie dies, natürlich ist genau das unser Thema: wir können nur die Ressourcen nutzen, die auch vorhanden sind. Was das für die Stromnutzung hier konkret heisst? Mit einem 300 Watt Wechselrichter kann ich nur 220 V Geräte nutzen, die nicht mehr als 300 Watt verbrauchen, eine Mikrowelle mit 1000 Watt, eine Waschmaschine mit 1400 Watt, ein Fön mit 1000 Watt sind nicht nutzbar, hingegen unseren alten Laptop mit 120 Watt kann ich durchaus nutzen. Die zweite Komponente, die neben der nötigen Watt Zahl entscheidet, ob ich ein elektrisches Gerät nutzen kann oder nicht, massgeblich ist die Kapazität meiner Batterie und natürlich die Größe meiner Solarpanele gekoppelt mit der die Intensität der Sonne. Tagsüber, im Sommer, mit 16 Stunden Sonnenlicht, ist die kleine Batterie meist voll bis oben hin und der Strom wird nicht der Batterie abgezwackt, sondern kann von der Panale geliefert werden, klar mit einer 170 Watt Panele kann ich auch nicht alle Verbraucher im Haus parallel laufen lassen, aber das ist auch nicht das Ziel. Im Umgang mit unserem Strom müssen wir uns den Gegebenheiten, den Ressourcen anpassen und damit sorgfältig umgehen. Nachts das Handy zu laden, ist recht unsinnig, da wir den Strom in der Nacht für das Licht im Haus brauchen. Wir laden also tagsüber. Eine Fön, einen elektrischen Heizlüfter zu nutzen wäre absoluter Quatsch, aus unserer Sicht, denn die wärme der Sonne zu nutzen, in Batterien zu speichern und dann einen Fön oder einen elektrischen Heizlüfter zu betreiben, der diese Energie in Sekunden raus pustet und vor allem aus Wärme dann Wärme macht, ist kontraproduktiv. Die Wärme der Sonne anders zu speichern um Wärme abzugeben, zum bsp. für eine Solardusche, oder Warmwasseraufbereitung um einen Wohnraum zu erwärmen, ja, aber wirklich nicht Unmengen an Watt verpuffen für solche Zwecke. Für uns ist das Thema Strom ein recht wichtiges, da wir ihn nur begrenzt zur Verfügung haben. Ebenso hat es sich für uns als weniger sinnvoll gezeigt, Laptop-akkus, die nicht mehr gut die Energie speichern und somit nur 60 Minuten halten, nicht mehr zu laden, sondern den Laptop direkt an die Stromversorgung zu klemmen. Warum? Wir benötigen 120 Watt um den Akku zu laden, es dauert 3 Stunden, die der kleine kaputte Laptop Akku von unserer noch guten 65 Ah Batterie Energie zieht, bis er geladen ist, um dann die gesamte Energie, die wir reingesteckt haben, in 30 Minuten zu verbrauchen. Die Rechnung geht für uns nicht auf. Deshalb laden wir keine "kaputten" Akkus mehr, sondern nur gute und nutzen sonst den Strom direkt.

Genau wie dieses System im Haus, haben wir die 3 Caravans ausgestattet, in jedem Caravan ist Strom über 12 V, nicht alle haben eine KFZ Steckdose, aber 2 von 3 haben eine. Auch die Hauszelte sind über 12 V angeschlossen. Viele der Geräte zum Bauen haben wir über eine simple 12 V Anlage mit Wechselrichter, den wir mobil einsetzen, je nach Einsatzort, genutzt, wie zbsp, die Flex mit 900 Watt, oder auch den Akkuschrauber geladen. Zu Zeiten, als wir nur das 12 V System hatten, mussten wir in Ausnahmen den Generator anschmeissen, um zbsp. den Betonmischer zu nutzen, der uns grosse Hilfe war, dieser läuft auf 1400 Watt, absolut nicht zu rocken mit der kleinen Anlage. Auf einigen Bildern kann man sehen, wie wir die Solaranlage neben dem aktuellen Bauobjekt haben und nutzen. Natürlich kam es dann vor, dass aufgrund zu wenig Sonne/Strom die Flex nur 10 Minuten lief, aber so ist es: man kann nur nutzen was da ist.

Für uns, aber auch unseren Besuch heisst das, dass wir uns diesen Gegebenheiten anpassen müssen. Es ist nicht das Gefühl verzichten zu müssen, sondern zu erkennen, dass man mit dem auskommen muss, was man hat und lernt die Dinge so einzusetzen, dass man ein maximales Nutzen hat, bei minimalen Einsatz.

Seit Mitte 2014 haben wir das bestehende System erweitert. Der Grund für diese Erweiterung war die Tatsache, dass unser Kühlschrank, den wir bis dato nutzten, mit Gas lief, und wir uns gegen die Nutzung von Gas entschieden, wir die Waschmaschine, die im Kaltwaschmodus zwar nur 300 Watt braucht und mit einem grösseren Wechselrichter (wir haben einen mit 1400 Watt genutzt) nutzten, die aber die kleine Batterien sehr belasteten. Durch die Mehrzahl von Wwoofern, Besuchern (Familie/Freunde/ Menschen die Interesse haben an dem Projekt) brauchten wir mehr Kühlmöglichkeiten unseres Essens, das Gemüse aus dem Garten mussten wir, neben der Möglichkeit des Einkochens, haltbar machen, eine Gefriermöglichkeit musste her. Also haben wir eine etwas grössere Photovoltaikanlage, die es schafft den Kühlschrank zu betreiben, der 0,4 Kw/h verbraucht, die Waschmaschine zu betreiben und auch die Geräte, die wir zum bauen brauchen, zu Laden, bzw. zu betreiben. Wir sind nun etwas unabhängiger, denn für 2 Menschen ist die kleine Anlage auf dem Dach ausreichend gewesen, aber für mehr Menschen musste einfach etwas mehr "Power" her. Für uns ganz wichtig ist aber, dass wir unseren Konsum von Strom nun nicht masslos erhöhen. Nein, wir nutzen weiterhin im Haus die 12 V Anlage, laden unser Handy weiterhin moit dem KFzLadekabel in der KFZ Steckdose, aber wir können manche Geräte temporär betreiben, die uns das Leben erleichtern. Bei uns rennt bis heute nicht 24 Stunden das Internet (Satelliteninternet), wir waschen auch heute nur bei Sonnenschein, auch wenn nur 300 Watt benötigt werden, wir tönen uns bis heute nicht und werden auch keinen Heizlüfter im Winter anschliessen, wir schonen das grössere System, denn die Herstellung einer Photovoltaikanlage ist alles andere als umweltschonend, neben den Kosten der Anschaffung, liegt es uns aber besonders am Herzen, die Anlagen, die wir betreiben, so lange wie möglich zu nutzen, damit wir keine neuen Elemente kaufen müssen, die wiederum die Umwelt belasten. Für uns heisst das, das wir das System welches wir installiert haben, warten, schonen und mit Verstand mit dem ganzen umgehen. Strom kommt bekanntlich nicht aus der Steckdose und auch Strom aus Solar ist negativ für die Umwelt, deshalb diese Einstellung dazu.

Der Luxus, den Strom bringt: Luxus bedeutet für uns, eine Waschmaschine zu besitzen. Diese Waschmaschine war defekt um zum wegwerfen, da die Besitzer sie nicht mehr nutzen konnten, denn der Heizstab war kaputt. Für uns perfekt. Waschmaschine ohne Heizstab, ohne das Wasser zu erhitzen mit dem Heizstab, der locker 1000 Watt frisst, genau unser Wunsch. Eine Waschmaschine zu kaufen, oder eine zu betreiben mit Heizstab wäre nicht machbar, aber so, Heizstab defekt? Perfekt. Es wurde nichts neues produziert, was wir gekauft haben und was altes was weggeworfen werden sollte, wird noch weiter benutzt. Und eines ist klar: wachen mit der Hand kann mühsam sein und sehr viel Zeit kosten, gerade wenn man Tiere hat, viel draussen arbeitet und dreckige Arbeitskleidung hat. Die Wwoofer, die teilweise über Monate reisen, sind stets froh hier mal eine Station zu haben, an der sie waschen können. 

Bilder folgen....

Wasser:

Hier auf der Finca gibt es 3 Zisternen, die Regenwasser von den Dächern, bzw. aus Rinnsale sammeln. Wir nutzen dieses Wasser für die Gartenbewässerung aber auch für das Wasser, welches im Haus genutzt wird, bzw. in den Unterkünften. Zu Beginn war es so, dass Grau-(ist fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser, wie vom Duschen, Händewaschen aus der Waschmaschine kommend und zur Aufbereitung zu Brauchwasser genutzt werden kann) & Schwarzwasser (Als Schwarzwasser wird das Abwasser aus einer Toilette bezeichnet) gemeinsam in eine Sickergrube geflossen ist. Da wir aber gerne das Haus und auch alle weiteren Zu- und Abwassersysteme auf dem Grundstück, in ein geschlossenes System wandeln möchten, mussten wir zuerst das Grau- & Schwarzwasser voneinander trennen. Dieser Schritt ist uns gelungen, in dem wir die normale Spülwassertoilette ausser Betrieb gesetzt haben und die BioTrockentoilette eingeweiht haben (Manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich Dinge schreibe, vielleicht Du auch beim Lesen und der bildlichen Vorstellung). Von nun an fliesst aus dem Haus nur noch Grauwasser, welches wir in weiteren Projekten durch ein Filtersystem wieder aufbereiten möchten und somit wieder als Brauchwasser einsetzen können.

Neben den Zisternen haben wir noch das Glück einen Stadtwasseranschluss zu haben, dieser nicht unbedingt übliche Zustand auf dem Land, denn viele die hier leben haben lediglich die Zisterne und müssen sich Wasser ansonsten bestellen (es wird im LKW geliefert und ist recht teuer) oder müssen mit 1000 L Kanister sich Wasser besorgen, lässt uns nicht auf dem trockenen Sitzen, falls es mal nicht genug regnet oder der Garten mehr Wasser brauchte als erwartet. Wir bauen viel Gemüse an, um uns selbst davon ernähren zu können, aber auch den Besuchern die Möglichkeit zu geben, hier direkt vor Ort Gemüse einzukaufen. Wasser ist dabei unabdinglich.

Um das Wasser, welches wir nutzen und zu Abwasser wird, wieder nutzbar zu machen und wieder einzuspeisen, sind besondere Systeme von Nöten. Wir haben die Ideen, wie wir es umsetzen möchten, aber es stehen noch diverse andere Projekte an, die ebenfalls wichtig sind. Wie es damit weitergeht und ob wir dazu weitere Schritte tun, lassen wir Dich wissen, bestimmt in einem Blog, aber auch hier!

Bilder folgen....

Nahrung:

Wir, Franziska und Michelle, die beiden aktuell festen Bewohner der Chanala, ernähren uns vegetarisch. Unser Ziel ist es, uns so weit es möglich ist, selbst zu ernähren. Viele kleine Teilschritte haben wir gemeinsam, auch mit Besuchern, bereits gemacht, dabei auch Rückschläge erlebt, in Form von haltbar gemachten Lebensmitteln, die dann doch nicht lange haltbar waren und wir sie nicht mehr essen konnten, und das zu Zeiten, in denen der Garten nicht viel hergab, oder der Anzucht von Wintergemüse, welches dann aber nicht keimte und uns den Winter über nicht mit dem gewünschten Gemüse versorgt hat und wir gezwungen waren doch mehr dazu zu kaufen, als uns lieb war. Es gibt hier einiges an Märkten auf denen die einheimischen Bauern ihr Gemüse verkaufen, jedoch war das nicht unser Zeil. Es läuft nicht immer alles, wie Mensch es sich wünscht, vor allem, wenn die Natur eine große Rolle spielt. Was unsere Selbstversorgung angeht, lernen wir ständig hinzu und probieren sehr sehr viel aus. Vieles, was wir ausprobieren, klappt, aber einiges eben auch nicht. Unser Wunschgedanke war, viel gesundes Gemüse anzubauen, möglichst alte Sorten zu verwenden, möglichst Bio Samen zu verwenden, die leckeren Eier unserer Hühner essen, und Lebensmittel tauschen. Wir bauen Gemüse an und sind auch sehr glücklich und dankbar über diese Möglichkeit, denn wir hatten in 2014 ca. 30 Paprikapflanzen, 10 Zuchinipflanzen, ca. 30 Auberginepflanzen, mehrere Borretsch, ca. 8 Tomatenpflanzen, diverse Melonensorten, Kürbis, Mangold, Peperoni alles im Übermaß. Dennoch haben wir erstmal getestet, was hier auf dem Land wie und wo am Besten wächst. Den Bereich, der mal als Garten genutzt wurde, der aber seit Jahren völlig verwildert war (was sehr schön aussah, aber eben nicht sinnvoll für einen Nutzgarten), mussten wir erstmal dazu bringen Platz und Freiraum für Gemüse zu bieten. Widerspenstig war er, und ist er noch heute.

Für das Jahr 2015 haben wir uns vorgenommen unsere Erfahrungen des letzten Jahres zu nutzen, um uns und unsere Besucher nicht nur im Sommer mit gutem eigenen Gemüse zu versorgen, sondern auch im Winter. Der Garten an sich wird ein wenig mehr sinnvoll aufgeteilt, nach den Erfahrungen des letzten Jahres, wo welche Pflanze am Besten gedeiht. Wir werden einen Gewächstunnel bauen, um einen Teil der Pflanzen zu schützen, teilweise ist dies nötig wegen der starken Sonne, teilweise müssen sie vor Schädlingen geschützt werden. Ebenso sind mehrere Hochbeete geplant, zwei davon, aus Naturstein, sind bereits aufgebaut und in Betrieb genommen, um gerade starkzehrendes Gemüse gut zu versorgen und um Gemüsesorten, die den harten Boden teilweise nicht bezwingen können, wie zsb. Karotten anbauen zu können.

Die Nahrung, die wir um uns herum finden, nutzen wir! Im März 2015 haben wir begonnen, Lebensmittel aus der Natur zu sammeln (ernten) und diese stark in unseren Ernährungsplan mit einzubeziehen. Um uns herum wachsen zu jeder Jahreszeit eine Menge wilder Pflanzen, verwilderte Kulturen und Obst-Nuss-Bäume. Im Herbst ist zum Bespiel Pilzzeit, man kann wunderbar mit Pilzsammelgruppen mitgehen, wenn man wie wir, keine Ahnung von den Pilzen hat, um sich nicht am falschen, giftigen Pilze  kurzweilig zu erfreuen. Im März, in dem Monat in dem wir aktiv begonnen haben, diese Geschenke aus der Natur in unseren Nahrungsplan einzubauen, gibt es leckeren wilden Spargel, viele Kräuter, wie Petersilie, Fenchel uvm.

Alles was wir (noch) nicht selbst herstellen können? Ja, es gibt da so einiges, was wir nicht herstellen können, aber trotzdem konsumieren.

Zum Beispiel:

Mehl: unser Brot backen wir selbst, aber die Zutaten dafür müssen wir kaufen, ob wir jemals Getreide anbauen und es ernten um es zu Mehl zu verarbeiten, wissen wir nicht. Wunsch aktuell ist es eher, das Mehl von einem Bauern kaufen zu können, der biologisch anbaut.
Zucker: Wir versuchen auf Zucker soweit es geht zu verzichten, zwingen uns aber zu nichts, wir haben Stevia angebaut, es macht uns aber nicht zufrieden. Nutzen also Zucker im Maßen, so wie wir es für richtig halten.
Milch: wir mögen Milch in den Kaffee, unsere Gegend hier ist keine Gegend in der Milchkühe stehen, also auch keine frische Milch vom Bauern, wir sind insgesamt nicht glücklich mit der Tatsache, dass Kühe jahrelang gehalten werden als müssten sie ein Baby ernähren und wir nehmen die Milch um unsere Lust auf Milch zu stillen, aktuell haben wir noch keine Alternative gefunden. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Kühe glücklich sind oder nicht. Erste Ansätze aus unseren eigenen Mandeln Mandelmilch herzustellen sind da, eine Alternative ist es für uns aktuell noch nicht. Die Milch, die wir konsumieren, kommt also aus dem Supermarkt. Milchprodukte gehören ebenso zu dem, was wir konsumieren, wie Yoghurts oder Käse. Mit Gemüse Aufstriche herzustellen ist lecker und wir mögen es sehr, Käse aber auch :-)

Und auch sonstiges, was wir nicht selbst herstellen können (ob aktuell oder nie) müssen wir hinzukaufen. Für uns ist es wichtig, dass wir soweit wie möglich versuchen unsere Lebensmittel selbst herzustellen. Trotzdem wird es schwer sein, sich zu 100 % selbst zu versorgen. So manches, worauf man Heisshunger hat, kommt nicht aus unserem Garten und wir konsumieren es. Wir sind nicht extrem in den Dingen die wir tun, auch nicht in unseren Einstellungen, wir versuchen für uns einen guten Weg zu finden und befinden uns auch noch auf dem Anfang eines Lehrpfads. Es tut gut zu sehen, wie es ist, sich zum einem recht grossen Anteil selbst versorgen zu können, nicht ans System geschlossen zu sein, verdammen wollen wir deshalb noch lange nicht alles. Unser Ziel ist es nicht, wie im Mittelalter zu leben und mit einem Pferdepflug zu arbeiten, unser Ziel ist es nicht 8 Stunden am Tag auf dem Acker zu stehen und auch nicht den Tag damit zu verbringen dafür zu sorgen, dass man genug zu essen hat. Unser Ziel ist es für uns ein gesundes Mittelmaß zu finden, uns über Themen auszutauschen, zu lernen und zu begreifen. Vieles ist möglich und worauf wir Lust haben, da sind wir mit an Board, worauf nicht, das lassen wir. Alles im Maße! Dann passt es für uns. Wie andere Menschen leben, können und wollen wir nicht beurteilen, auch werden auf der Chanala immer wieder Menschen zusammen treffen mit unterschiedlichsten Ansichten, mal mehr radikaler gegen die bestehende Nahrungsmittelindustrie, mal weniger, Menschen, die völlig konform sind mit dem, was die Nahrungsmittelindustrie zur Verfügung stellt, die aber mal schauen wollen, was wir hier so treiben. Jeder ist für sich verantwortlich und wir alle für diese Welt. Zu extrem, egal in welche Richtung, macht das Leben nicht besser, so unsere Erfahrungen bislang. 

Bilder über das Essen/ Trinken/ Garten folgen :-)