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Die Außendusche

bald kam der Wunsch auf, eine Dusche ausserhalb des Hauses zu bauen, welche unseren Gästen Winter wie Sommer zur Verfügung steht, die aber auch von uns genutzt werden kann.

 

Wie immer, haben wir versucht zu recyclen, Wasserhähne gebraucht zu bekommen, die Leitungen gebraucht auf dem Müll zu finden oder anderswo, aus kostenlosen Paletten zu bauen, und aus Bast/Schilfmatten, die wir noch übrig hatten. Der Platz war recht schnell gefunden, es sollte
1. nicht gut einsehbar sein, damit man sich ungeniert duschen kann
2. möglichst Platz bieten um drum herum Pflanzen & Gemüse anzubauen, damit das Wasser, welches beim Duschen abläuft direkt den Pflanzen zugute kommt
3. gut erreichbar sein für alle
4. Warmes und kaltes Wasser führen.

Also auf ging es an einem schönen Tag. Das Projekt "Komposttoilette", welches Priorität vor der Thematik DUSCHEN hatte, war abgeschlossen und jeder war glücklich mit dem Ergebnis. Nun also das zweite wichtige Thema: sich waschen, säubern, reinigen vom Dreck der Arbeit im Garten, von Bauarbeiten oder einfach, duschen, weil es angenehm ist, den warmen Wasserstrahl im Herbst oder den kühleren im Sommer auf der Haut zu spüren. Wir begannen also damit, die Paletten, die wir gefunden haben, auf den Boden als Fundament zu legen und dann drumherum Paletten hochkant zu verschrauben, so dass ein stabiler Duschplatz entstand. Die Schilfmatten tackerten wir lediglich drum herum. Die Wasserinstallation war ebenfalls recht simple. Eine alte Mischbatterie, Verbindungsstücke zu unserer normalen 32 mm Wasserleitung und dann das Ganze auf 25 mm minimiert. Da wir nur eine kaltwasserleitung hatten, ist diese direkt in die kaltwasserleitung der Mischbatterie gekommen, die Warmwasserleitung mussten wir erst noch bauen, sprich: es gab noch kein warmes Wasser. Um Wasser zu erwärmen, wollten wir die Kraft der Sonne nutzen. Also musste etwas her, was das Wasser in der Leitung erhitzt und dann zur Verfügung stellt. Da wir nicht Unmengen brauchen, war ein Zwischenlager in einem grossen isolierten Fass nicht nötig. Ricardo, ein Wwoofer, kam auf die gute Idee, einen Rahmen zu benutzen, in dem wir mit Hlfe von darin gerolllten schwarzen dünneren Schläuchen, das Wasser durch die Sonnenenergie erhitzen konnten. Da kam es uns mehr als gelegen, dass wir vor einigen Wochen eine sehr schwere massive Tür mit Glas aus Tarragona mitgebracht haben, ohne zu wissen, für was wir diese einmal brauchen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, bauten wir einen Rahmen, der eine Holzwand hatte, dort hinauf klebten wir Alupapier, welches die Sonnenstrahlen reklektiert und noch effektiver das Wasser erhitzen wird, auf die Holzwand brachten wir mit Hilfe von Metallstücken, die die Schläuche in Form halten sollten, die Schläuche an. Auf einer Seite des Rahmens liessen wir zwei Löcher, durch die wir die Schläuche rein und wieder rausgehen liessen, so dass wir kaltes Wasser einspeisen konnten, es durch die Schläuche zirkulieren konnte und am Ende heiss wieder rausgelassen, also entnommen werden konnte. Damit das Ganze geschützt ist und auch so richtig ballert, wurde die Glastür als Deckel aufgesetzt. Zum Schluss wurde der Wasserausgang an die Mischbatterie engeschlossen und dann hiess es: Wasser marsch! Der Druck, den diese Schläuche und verbindungen aushielten, was noch nicht klar, also fingen wir mit einer langsamen Befüllung der Schläuche an und regulierten durch einen Wasserhahn innerhalb des Systems den Druck. Diesen haben wir dann so eingsetellt, dass das Wasser gut aus dem Heisswasserhahn fliessen konnte, es aber keinen zu hohen Druck auf der Leitung im inneren des Glaskastens gab. Besonders heikle war die Tatsache, dass wir keinen Druckausgleich eingebaut haben, da wir keinen zur Verfügung hatten, also, muss manuell ab und an etwas Druck abgelassen werden, nämlich dann, wenn das Wasser so heiss ist und sich ausdehnt, so dass die Leitung zu platzen droht. Das Ganze ist für uns sehr gut umsetzbar, da wir einfach nach dem Duschen nicht wieder das Heisswassersystem bis auf Druck voll laufen lassen, sondern nur gerade so, dass ca. 10 Liter darin sind. Wenn man duschen mag, stellt man einfach wieder den Haupthahn des kalten Wassers an und schon ist Druck auf allen Leitungen und los kann es gehen mit der warmen Dusche! Der Bau dieser Solardusche hat eine Menge Freude gemacht und die Nutzung all der bereits vorhandenen Materialien hat uns wieder gezeigt, was man alles machen kann, wenn man etwas Phantasie hat. Einen Dank an Ricardo, der die Idee hatte und mit umgesetzt hat.

 

Die Solardusche gebaut aus gebrauchten Materialien