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Kompostklo Teil 2


Unser Kompostklo ist nun seit ca 2 Wochen fertig und in Benutzung. Es wird also Zeit noch die restlichen Bauabschnitte zu beschreiben, nebst Bildern vom letztendlichen Resultat.

Wirklich viele Paletten haben wir in ihre Einzelteile zerlegen müssen um die Wände der Toilette zu bauen. In diesen Tagen war der Wind außerdem besonders heftig, so dass ich meine Wand, die ich zu erst gebaut hatte gerade nochmal abmontieren musste. Ich musste leider eingestehen, dass Michelles Bauweise aus Rahmen und gesteckten Pallettenhölzern die stabilere und auch schnellere war. Also baute ich weiter in ihrem Stil.Anschließend haben wir mit dem Dach angefangen, welches noch zwei zusätzliche senkrechte Stämme am oberen teil der Mauer ( da, wo also der Eingang ist) als Vorraussetzung benötigte. Diese waren schnell gefunden und somit die Möglichkeit für ein Vordach gegeben. Für das Dach haben wir als erstes alle Baumstämme durch weitere dünnere Stämme miteinander verbunden. Wie für die Plattform auch, haben wir hier jeweils 2 Löcher pro Stamm gebohrt und die Stämme mit langen Gewindestangen (8mm und 10mm), die wir individuell zugeflext haben verschraubt. Das sollte stabil genug sein. Anschließend haben wir 2 fast komplett belassene Paletten auf das Dach geschraubt. Michelle hat hier und da noch Hölzer zwischengeschraubt, da die natürlichen Stämme nicht so genau gewachsen sind, wie es oft praktisch gewesen wäre. Auf die Paletten haben wir zum Ende große Holzplatten geschraubt. Eigentlich steht noch ein echter Regenschutz an, aber wir haben uns ziemlich Zeit gelassen beim Bau und nun sind die schlimmen Tage, an denen es oft hintereinander (oder überhaupt) regnet vorbei. Also verschieben wir dieses "Problem" wohl erstmal. Hier wird es im Sommer so heiss, dass man wasserfeste Gewebeplanen aus Plastik meist nur eine Saison benutzen kann. Diese werden von der Sonne so derb zerstört, dass ziemlich bald die Einzelteile über das Grundstück fliegen. Abgesehen davon, sieht es auch nicht schön aus und .....es ist eben doofes Plaste ( so sagt man, wo ich herkomme:-) Wir haben noch ein paar Dachpfannen, die für diese Region typisch sind. vielleicht wäre das ein gutes Übungsprojekt bevor wir unser Wohnhaus neu damit decken.

  

Anschließend haben wir die eigentliche Toilette gebaut. Ich habe ein Gestell aus Kanthölzern gebaut und mit Pallettenholz verkleidet. Eine Aussparung für die Klobrille hab ich gelassen, dann alles in Position gebracht und grob verschraubt. Dieser Teil ist fürs große Geschäft. Da wir aber ein Trockenklo wollten, war es nun wichtig, eine zweite Möglichkeit zu bauen, in die man ausschließlich urinieren darf. Michelle hat eine kleine Campingtoilette aus einem Wohnwagen höher gesetzt und hübsch mit Holz verkleidet, dann ein Loch in den Sammelkanister gemacht, einen Gartenschlauch mit Silikon daran befestigt und das ganze auch nach unten in einen größeren Kanister unter das Häuschen abgeleitet. Diesen müssen wir dann von Zeit zu Zeit leeren. Entweder nehmen wir ihn mit zur Müllkippe, wo wir unseren Müll so oder so selbst hinbringen müssen ( hier auf den Campo kommt natürlich keine Müllabfuhr) oder wir nutzen ihn fermentiert als Dünger. Damit habe ich mich aber noch nicht wirklich auseinander gesetzt. Außerdem können wir schlecht Gäste überprüfen, ob sie vielleicht gerade Antibiotika oder andere härtere Medikamente einnehmen. Diese möchten wir natürlich nicht an unseren Bäumen oder Nahrungsmitteln haben.

Der letzte Schritt war das Sichern der Fäkalienstelle vor wilden Tieren, Hunden und auch vor unseren eigen Hunden. Ein engmaschiger Draht gut verschraubt unter " dem Loch" und als Sichtschutz Paletten und viele viele Olivenäste und Zweige haben wir dafür benutzt.

Nun ist also alles fertig. Abgedeckt werden die Fäkalien mit Sägespänen, die vom Holzmachen entstanden sind, wahlweise auch mit Tannennadeln, die wir gerade im Überfluss haben , ebenso wie Olivenblätter.

Im Moment können wir uns nicht vorstellen, dass unsere Toilette jemals voll wird, aber sollte es soweit sein, werden wir diese für eine Zeit schließen und ruhen lassen, bis Komposterde entstanden ist. Dann werden wir an einer anderen Stelle eine weiter Toilette errichten. Haben nun schon einige schneller zu bauenende Modelle gesehen, mit denen man komplett umziehen kann, wenn das Loch voll ist. Aber unsere ist dafür echt schön geworden und mit Liebe gebaut:-)

 

Franziska